Grenzenlose Zusammenarbeit in der Landwirtschaft

André Bomers, AOC Oost, Johannes Frizen, Landwirtschaftskammer
Landwirtschaftskammer-Präsident Johannes Frizen (l.) und André Bomers, Vorsitzender des Ausbildungszentrums AOC-Oost, unterzeichnen den Kooperationsvertrag für das GDV-Projekt

Boxenlaufstall | Loopstal
Nach der Unterzeichnung des Vertrages blieb noch Zeit für einen Blick in den Boxenlaufstall von Jürgen Hansen (l.)

Niederländische und deutsche Bauern, Gärtner und Schüler wollen noch enger zusammenarbeiten. Dazu haben sie sich in einem grenzüberschreitenden und nachhaltigen Projekt in der Agrarwirtschaft mit Namen GDV zusammengeschlossen. GDV steht für Grenzüberschreitende nachhaltige Viehhaltung und Freilandgemüseanbau aus dem Niederländischen „Grensoverschijdende Duurzame Veehouderij en Vollegrondsgroenteteelt“.

GDV will ökologisch und konventionell wirtschaftende Viehalter und Gemüseanbauer in Deutschland und Holland zusammenbringen. Über den Austausch von gemeinsamen Erfahrungen und Kontakten sollen sie gegenseitig profitieren. Partner sind das Landwirtschaftliche Schulungszentrum AOC-Oost in Lochem und die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. An dem Projekt beteiligen sich sowohl Landwirte und Gärtner als auch Schüler der Landwirtschafts- und Gartenbauschulen auf beiden Seiten der Grenze.

Der Schwerpunkt liegt in der Grenzregion der Grafschaft Bentheim, dem Landkreis Osnabrück, dem Münsterland, dem Rheinland entlang der Grenze von Kleve bis Aachen sowie in den Provinzen Overijssel, Gelderland und Limburg.

In dem Projekt tauschen sich in der ersten Phase ökologisch wirtschaftende niederländische und deutsche Landwirte regelmäßig in Studiengruppen aus. So arbeiten Milchviehbetriebe aus Overijssel mit Kollegen aus der Grafschaft Bentheim, dem Landkreis Osnabrück und dem Münsterland zusammen und jeweils ökologische Milchvieh- und –schweinebauern aus dem Gelderland tauschen sich mit Berufskollegen aus den Kreisen Kleve und Wesel aus. Gärtner aus dem Raum Limburg treffen sich mit Berufskollegen vom Niederrhein und dem südlichem Rheinland. Betreut werden die Gruppen von Beratern der Landwirtschaftskammer und der DLV. An dem Projekt sind auch verschiedene Landwirtschaftsschulen auf beiden Seiten der Grenze beteiligt. Es handelt sich hierbei auf deutscher Seite um die Landwirtschafts- und Gartenbauschulen der Landwirtschaftskammer in Straelen, Kleve, Borken sowie in Nordhorn. Bei diesem Teil des Projektes geht es im Besonderen um den Wissenstransfer, der anschließend auf Schulprojekte praktisch anzuwenden ist.

 

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